Warum 5G uns alle betrifft!

Warum 5G uns alle betrifft!

Was ist 5G?

5G bezeichnet die 5. Mobilfunkgeneration und ist damit Nachfolger von 4G bzw. LTE. 5G soll höhere Geschwindigkeiten bei der digitalen Datenübertragung garantieren, helfen Energie zu sparen, die Nachhaltigkeit fördern und Deutschland als Wirtschaftsmacht sichern. Das klingt erst einmal ganz gut und sinnvoll. Was die meisten Menschen aber nicht wissen: Schon jetzt gibt es rund 900 Studien weltweit, die die schädigende Wirkung der Strahlenbelastung auf unsere Gesundheit belegen. Durch den 5G-Ausbau verdichtet sich das Funknetz und die Belastung nimmt weiter massiv zu.

Warum stellt 5G eine Gefahr dar?

Elektrosmog und Hochfrequenzstrahlung, zu der auch der neue Mobilfunkstandard 5G gehört, schädigt den Zellstoffwechsel unserer Zellen. Daraus resultieren eine Vielzahl von gesundheitlichen Problemen, die sich z.B. in Form von Schlaf- und Konzentrationsstörungen, Beeinträchtigung des Herzrhythmus, erhöhter Stressanfälligkeit etc. äußern.

Aber 5G ist nur die Spitze des Eisbergs. Auch die schon lange bestehenden Mobilfunkstandards wie 3G, 4G (LTE), sowie die in den meisten Haushalten allgegenwärtige WLAN-Strahlung mit derzeit bis zu 5,4 GHZ beeinträchtigen unsere Zellgesundheit massiv. Dies konnte in rund 900 unabhängigen Studien nachgewiesen werden. (Siehe auch: mobilfunkstudien.org)

Die 5. Generation des Mobilfunks, kurz 5G, bedeutet in Zukunft einen weiteren, unverantwortlichen Zuwachs der Frequenzen um mehr als 2900 %. Aktuell sind bereits 5G Frequenzen in den Bereichen 700 MHZ, 3,4- 3,8 GHZ und 26 GHZ vergeben. Weitere Spektren sind in Planung. In Kenntnis der aktuellen Entwicklung kann getrost von einer Frequenzexplosion gesprochen werden.

Wie wirkt Handystrahlung auf den Körper?

Kurz gesagt: Mobilfunkstrahlung ist elektromagnetische Strahlung – und gehört wie die Mikrowellenstrahlung auch zur hochfrequenten Sorte. Wichtig ist: Anders als Röntgenstrahlung oder Radioaktivität ist sie nicht ionisierend. Ihre Energie reicht also nicht aus, um Erbgut direkt zu beschädigen. Trotzdem kann sie gesundheitliche Auswirkungen haben. Diskutiert wird etwa, ob die Strahlung DNA-Reparaturprozesse stört.

Wer genauer wissen möchte, wie elektromagnetische Strahlung auf den Körper wirkt und ob es so etwas wie Elektrosensibilität gibt, der klicke hier.

Wie Mikrowellenstrahlung auch versetzt Mobilfunkstrahlung Wassermoleküle in Schwingungen. Daraus entsteht Reibungswärme – und die Temperatur in Gewebe und Zellen steigt. Und zwar besonders dort, wo wir mit dem Handy in Berührung kommen.

Sobald das Handy sendet und empfängt, dringt die Strahlung in den Körper ein. Die Frequenz bestimmt auch, wie tief – und welches Gewebe und welche Zellen möglicherweise beeinflusst werden.

Die Strahlung dringt unterschiedlich tief in Gewebe und Materialien

Es gilt: Je niedriger die Frequenz (anders: je länger die Wellenlänge), desto tiefer dringen die Strahlen ein. Bei einer Frequenz von weniger als einem Gigahertz sind es wenige Zentimeter, ab mehr als 10 oder sogar 60 Gigahertz nur noch wenige Millimeter oder gar nicht mehr. Für 5G-Handystrahlung bedeutet das: Sie dringt etwas weniger tief in den Körper ein als etwa Strahlung im alten 2G- oder 3G-Netz – denn sie nutzt auch höhere Frequenzen. Das 5G-Netz wird unter anderem Frequenzen im 2 Gigahertz-Bereich, aber auch solche mit 3,4 bis 3,7 Gigahertz nutzen. Auch Frequenzen im zweistelligen Gigahertz-Bereich sind angedacht.

Die spezifische Absorptionsrate (SAR) gibt an, wie viel Energie der Körper dabei aufnimmt. Dieser Wert ist in Deutschland auf zwei Watt pro Kilogramm beschränkt – und soll einen kritischen Temperaturanstieg um mehr als ein Grad verhindern.

Löst Handystrahlung Krebs aus?

Das Fazit vorneweg: Es ist kompliziert. 2011 hat die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC), eine Organisation der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Mobilfunkstrahlung als potenziell krebserregend eingestuft. Diese Einschätzung bedeutet aber nur: Diese Strahlungsart kann prinzipiell Krebs auslösen – ohne einzubeziehen, wie viel Strahlung tatsächlich im Alltag auftritt. Viel wichtiger sind daher Studien, die die reale Alltagsbelastung untersuchen.

In den letzten 20 Jahren haben Handys den Weg in fast jede Hosentasche gefunden. Viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben sich in mehr als 1500 Studien mit Effekten von (Mobil-)Funkstrahlung auseinandergesetzt und gesundheitliche Auswirkungen auf den Menschen untersucht – sowohl an Menschen als auch an Tieren. Einen Überblick über die bisherigen Studien gibt etwa das EMF-Portal der RWTH Aachen. Besonders drei große Studien werden weltweit immer wieder hervorgehoben:

die Interphone-Studie

die Danish-Studie

die Million-Woman-Studie

In diesen Studien wurde an insgesamt mehr als 1,5 Millionen Menschen ein Zusammenhang zwischen Handynutzung und Krebs untersucht. Einig sind sich die Studien lediglich bei einem Effekt: dass die Strahlung das Gewebe erwärmt. Eine übereinstimmende Korrelation mit Krebs, etwa mit Hirntumoren, haben sie dagegen nicht gefunden – auch nicht über Nutzungszeiträume von mehr als zehn Jahren hinweg.


Die „alte“ Handystrahlung scheint harmlos

Außerdem gibt es zahlreiche experimentelle Tierstudien, die an Mäusen oder Ratten durchgeführt wurden. Umstritten ist, wie sich die Ergebnisse auf den Menschen übertragen lassen. Denn sie wurden so unterschiedlich geplant und durchgeführt, dass sie sich nicht direkt miteinander vergleichen lassen. Dazu haben sie zu unterschiedliche Tierstämme, SAR-Werte, Krebsarten, Frequenzen und Zeiträume untersucht. Hinzu kommt: Ähnliche Studien kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen.

Mehrheitlich aber sehen die Mensch- und Tierstudien keinen Zusammenhang zwischen Handystrahlung und etwa der Häufigkeit von Krebserkrankungen. Zu diesem Urteil kommen sowohl die WHO als auch das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS).

Übersichtsstudien haben auch herausgefunden: Die Krebshäufigkeit hat sich seit Beginn der Handy-Ära nicht sonderlich verändert. Obwohl die Handystrahlung also in hohem Maße zugenommen hat, sind die Krebszahlen nicht gleichermaßen in die Höhe geschnellt. Zwar diagnostizieren viele Ärzte heutzutage häufiger Krebs als noch vor der Jahrtausendwende. Das kann aber genauso daran liegen, dass Krebs heute besser erkannt wird – und dass die Menschen mittlerweile viel älter werden.

Die Mehrheit der Studien und Experten sagt daher: Mobilfunk stellt für erwachsene Menschen vermutlich keine Gefahr dar. Nur: Die Strahlung in den meisten Untersuchungen bezog sich lediglich auf zwei Frequenzen, nämlich 900 und 1900 Megahertz – die meisten Ergebnisse gelten also nur für Frequenzen aus alten Mobilfunknetzen. Über die Auswirkungen von 5G sagen sie wenig bis nichts aus.


Neue Forschung zu 5G und Krebs

Jüngst haben zwei aktuelle Studien zur Handystrahlung Aufsehen erregt: ein Forschungsprojekt der US-amerikanischen Behörde für Toxikologie, das National Toxicology Program, und eine italienische Studie, die fast zeitgleich am Ramazzini-Institut der Universität in Bologna durchgeführt wurde.

Die US-Wissenschaftler haben für ihre Studie 3000 Mäuse und Ratten Handystrahlung ausgesetzt – zwei Jahre lang, über neun Stunden am Tag. Während des Versuchs konnten die Wissenschaftler die Strahlendosis ganz genau bestimmen. Ein wichtiger Faktor, der sich beim Menschen nicht kontrollieren lässt, da die Handystrahlung von Standort, Empfang und der Nutzung abhängt. Das Ergebnis: Die US-Forscher fanden tatsächlich einen Zusammenhang zwischen Strahlung und Krebs– zumindest bei männlichen Tieren. Auch die italienischen Wissenschaftler fanden eine erhöhte Anzahl an Hirn- und Herztumoren – und fordern die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) nun auf, die bisherige Einschätzung zum Krebsrisiko durch Handystrahlung zu überdenken.

in weiterer Befund aus der dänischen Kohortenstudie etwa war: Es gab häufiger Kinder mit Verhaltensauffälligkeiten, wenn die Mutter während und nach der Schwangerschaft das Handy intensiv genutzt hatte. Aber: Ob die Handystrahlung die Ursache dafür ist, ist nicht klar. Es gibt auch eine andere mögliche Erklärung. So kommt es laut einer anderen Studie durch intensive Handynutzung der Mutter während des Kleinkindalters womöglich deshalb zu Verhaltensstörungen, weil Mutter und Kind weniger Augenkontakt miteinander hatten.

Schädigt die Strahlung die Fruchtbarkeit?

Weitere Studien haben den Effekt auf die Spermienqualität bei Männern untersucht. Denn schon länger besteht der Verdacht, dass Handystrahlung die Beweglichkeit von Spermien beeinträchtigt. Dieser Effekt könnte über einen Temperaturanstieg entstehen.

Die Ergebnisse sind jedoch nicht einheitlich – und so lässt sich dieser Befund nicht ausreichend interpretieren. Was die Handystrahlung letztlich für eine Auswirkung auf die Fruchtbarkeit hat, ist weiterhin unklar. Eine Vorsichtsmaßnahme wäre, das Mobiltelefon möglichst weit von den Geschlechtsorganen entfernt zu tragen – und die Wahl der Unterwäsche zu überdenken.

5G in Deutschland

Im Frühjahr 2019 wurden die 5G-Mobilfunkfrequenzen in Deutschland durch die Bundesnetzagentur versteigert. Die Deutsche Telekom kündigte an, bis zum Jahr 2025 mindestens 99 Prozent der Bevölkerung und 90 Prozent der Fläche Deutschlands mit 5G versorgen zu wollen.

Dafür will sie jedes Jahr mehr als 2.000 neue Mobilfunk-Standorte bauen. Momentan ist 5G bereits in grösseren Städten wie Berlin, Bonn, Darmstadt, Köln und München verfügbar, weitere sollen in Bälde folgen. Zudem gibt es Pilotprojekte auf dem Land und in der Industrie.

Widerstand – Der 5G Appeal

Im Jahr 2017 schlossen sich internationale kritische Wissenschaftler (Professoren und Ärzte) zusammen, um einen eindringlichen Appell an die Verantwortung der EU zu formulieren. Sie warnen vor den Gesundheitsrisiken durch den Mobilfunkstandard 5G und fordern ein Moratorium beim Ausbau, bis potenzielle Risiken für die menschliche Gesundheit und die Umwelt vollständig durch industrieunabhängige Wissenschaftler erforscht wurden.

Sie fordern die Überprüfung der Technologie, die Festlegung von neuen, sicheren „Grenzwerten für die maximale Gesamtexposition“ der gesamten kabellosen Kommunikation sowie den Ausbau der kabelgebundenen digitalen Telekommunikation zu bevorzugen. Es sei erwiesen, dass HF-EMF (hochfrequente elektromagnetische Felder) für Menschen und die Umwelt schädlich sind.

WHO: Elektromagnetische Strahlung ist potentiell krebserregend

Bereits im Mai 2011 traf sich eine Gruppe von 31 Wissenschaftlern aus 14 Ländern in Lyon, Frankreich bei der IARC (International Agency for Research on Cancer), einer Organisation der WHO, um über die Auswirkungen von Mobilfunk auf die menschliche Gesundheit zu beraten.

Ergebnis war die Einstufung der elektromagnetischen Strahlung des Mobilfunks als „möglicherweise krebserregend beim Menschen“ (Kategorie 2B) aufgrund eines erhöhten Risikos von Gliomen (Hirntumoren des Zentralen Nervensystems).

Eine der Grundlagen dieser Einstufung war eine Studie aus dem Jahr 2004, die ein um 40 Prozent erhöhtes Risiko für Gliome bei Handy-Intensivnutzern feststellte, die über einen Zeitraum von 10 Jahren länger als 30 Minuten pro Tag telefonieren. (4) In den nächsten Jahren soll eine Neubewertung der Situation erfolgen.

Quellen / Links:

https://gesichtzeigen.digital/home/?p=350

https://www.spiegel.de/netzwelt/web/5g-gefaehrlich-was-experten-zum-thema-5g-und-gesundheit-sagen-a-1257267.html

https://www.memon.eu/meinschutz/?gclid=Cj0KCQjw2tCGBhCLARIsABJGmZ5fkujnoUhBq0Xnr7yJRk1ffIGeQFs4qJKsejHd-hfh16iAgnRG7oYaAgrBEALw_wcB

https://www.quarks.de/gesundheit/handystrahlung-wie-gefaehrlich-ist-das-neue-mobilfunknetz-5g/

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