Katastrophengebiet Ahrweiler UNZENSIERT!

Katastrophengebiet Ahrweiler UNZENSIERT!

Live aus den Katastrophengebiet Ahrweiler, Bilder wie aus einen Katastrophen-Film, doch leider ist es Realität. Ein YouTuber berichtet über die Situation und Frankfurter Allgemeine schrieb heute:

Freiwillige Helfer sollen Katastrophengebiet Ahr schnell verlassen

Im Krisengebiet an der Ahr haben am Samstag abermals Regenfälle eingesetzt – es wurden Evakuierungen angeboten. In Nordrhein-Westfalen rechnet der DWD mit keiner neuen Unwetter-Katastrophe.

Freiwillige Helfer im Krisengebiet Ahr sollen dieses wegen der schwierigen Umstände dort möglichst schnell verlassen. Das teilte die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) am Samstag mit. Als Grund nannte sie die starken Niederschläge an diesem Wochenende, die zerstörte Infrastruktur und die unübersichtliche Verkehrssituation. Den Angaben zufolge werden Shuttle-Busse eingesetzt, die die Helfer zurückbringen. Wer geplant hatte, als freiwilliger Helfer dorthin zu fahren, soll dies nicht tun.

Zuvor hatten auch das Polizeipräsidium Koblenz an Helferinnen und Helfer appelliert, sich nicht mehr auf den Weg in das Katastrophengebiet in Rheinland-Pfalz zu machen. „Die Hilfsbereitschaft aus der Bevölkerung ist weiterhin überwältigend und ungebrochen“, hieß es. Durch die Vielzahl an Menschen, „die sich heute in das Katastrophengebiet aufgemacht haben um zu helfen, kommt es aktuell leider zu einer völligen Überlastung sämtlicher Zufahrtsstraßen zum Ahrtal, sowie der Straßen im Katastrophengebiet selbst“, hieß es in einer Mitteilung vom Samstag.

Nach der Unwetterkatastrophe im Kreis Ahrweiler liegt die Zahl der Toten unverändert bei 132, die der Verletzten bei 766. Das sagte ein Polizeisprecher am Samstag in Koblenz. Weiterhin würden noch 149 Menschen vermisst.

Es regnet wieder

Rund eineinhalb Wochen nach der Hochwasserkatastrophe in Rheinland-Pfalz haben in dem betroffenen Gebiet am Samstag abermals Regenfälle eingesetzt – und es wurden Evakuierungen angeboten. Wie die Leiterin des Katastrophenschutzstabs, Begona Hermann, mitteilte, ist im Laufe des Tages laut Deutschem Wetterdienst (DWD) mit örtlichen Niederschlägen im Bereich von maximal 30 bis 40 Liter pro Quadratmeter zu rechnen; stellenweise auch nur 10 Liter. Ab Sonntagmorgen gegen 6 Uhr könne sich die Wetterlage noch verschärfen.

Den besonders betroffenen Kommunen sei daher ein Evakuierungsangebot gemacht worden. In den gefährdeten Gebieten Schuld, Insul, Dümpelfeld und Bad Neuenahr sollen die Menschen demnach mit Shuttlebussen zu einer Notunterkunft in Leimersdorf gebracht werden können. „Das entscheiden dann die Menschen selbst“, so Hermann, denn die Wetterlage sei nicht so verschärft wie in der vergangenen Woche. „Aber wir haben eine nicht mehr funktionierende Kanalisation.“ Daher würden sich die Regenfälle anders auswirken als noch vor zehn Tagen.

Wegen der Wetterlage könnten die Helfer nicht so intensiv arbeiten wie zuvor. Dies soll laut Hermann für eine konzentrierte Abfall-Abfuhraktion genutzt werden. Ziel sei es, die sich am Straßenrand auftürmenden Müllberge so schnell wie möglich zu beseitigen. Denn sie seien einerseits ein Seuchenherd, andererseits störten sie den Verkehr. Zudem werde der Platz benötigt, um die Kanalisation spülen zu können.

Keine neue Katastrophe in NRW erwartet

In Nordrhein-Westfalen rechnet der DWD für dieses Wochenende mit keiner neuen Unwetter-Katastrophe. Das sagte Diplom-Meteorologin Jacqueline Kerrn am Samstag in Düsseldorf. In einzelnen, schon von Hochwasser geschädigten Gebieten könne es aber ab dem Abend punktuell zu Problemen kommen, wenn etwa größere Regenmengen Unrat zu den Abflüssen spülten und diese somit verstopften. Auf vielen Straßen liegen noch Berge von Sperrmüll.

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz ermahnte die Bürger: „Stellt die Arbeiten an den Gewässern ein, wenn der Regen kommt.“ Lokaler Starkregen könne an Gewässern, bei denen der Abfluss durch Sand- oder Kiesbänke, Bäume und anderen Unrat der vergangenen Unwetter ohnehin schon beeinträchtigt sei, plötzlich zu lokalen Überschwemmungen führen.

Eine erste Regenfront mit moderaten Niederschlägen hatte südliche Teile Nordrhein-Westfalens bereits bis zum Mittag erreicht. Auch im Kreis Euskirchen und im besonders stark vom Jahrhundert-Unwetter geschädigten Eftstadt-Blessem regnete es.

Am Samstagabend beziehungsweise in der ersten Nachthälfte zum Sonntag könne es in einigen Gebieten zu heftigen Gewittern und Starkregen kommen, sagte DWD-Meteorologin Kerrn. Wo genau, könne aber nicht mit großem Vorlauf vorhergesagt werden.

Keine Veranlassung für eine Unwetter-Vorwarnung

Der Deutsche Wetterdienst ging in seinem Lagebericht für NRW von lokal eng begrenztem Unwetter durch heftigen Starkregen mit Mengen zwischen 25 und 40 Litern pro Quadratmeter aus. „In mehreren Stunden können örtlich auch um 60 Liter pro Quadratmeter fallen.“ Zum Vergleich: In der vergangenen Woche hatte flächendeckender Dauerregen mit Regenmengen von teilweise über 150 Litern pro Quadratmeter für die Hochwasser-Katastrophe in Teilen von NRW und Rheinland-Pfalz gesorgt.

Der DWD sah – anders als Anfang vergangener Woche – keine Veranlassung für eine Unwetter-Vorwarnung oder gar eine amtliche Unwetterwarnung. Diesmal sei kein langanhaltender Starkregen auf breiter Front zu erwarten, erklärte Kerrn.

Quellen / Links:
https://gesichtzeigen.digital/brandneu/katastrophengebiet-ahrweiler-unzensiert/

https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/ungluecke/freiwillige-helfer-sollen-katastrophengebiet-ahr-schnell-verlassen-17452816.html

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