„Corona Kinder – Kindheit in der Pandemie“: Film warnt vor Folgen der Corona-Maßnahmen

„Corona Kinder – Kindheit in der Pandemie“: Film warnt vor Folgen der Corona-Maßnahmen

In der Pandemie sind die Kinder die stillen Leidtragenden. Ihre Bedürfnisse werden nicht gesehen. Dabei brauchen sie Gesichter, Kontakt, Bewegung. Statt es ihnen zu ermöglichen, wird es ihnen genommen. Die Folgen der Corona-Maßnahmen werden unterschätzt und verharmlost. In dem 45-Minuten-Interview-Film „Corona Kinder“ von Jens Tibor Homm, kommen Ärzte, Psychologen, Lehrer und Wissenschaftler aus verschiedenen Bereichen zu Wort und geben Antworten. 

von Siri Sanning

Die deutsche Gesellschaft für pädiatrische Infektologie hat am 21. April 2021 den Stand des Registers zu COVID 19 Erkrankungen publiziert und meldet unter 14 Millionen Kindern insgesamt 62 Aufnahmen auf einer Intensivstation und 4 Todesfälle an und mit Corona – die seltene PIMS-Komplikation konnte bisher immer gut behandelt werden. 

„Corona-Kinder“: Ein Film mit Antworten

Um den Film anzusehen, klicken Sie bitte auf diesen Link:

http://corona-kinder-film.de

Für jene, die lieber lesen, werden im Folgenden die Ausführungen der Experten zusammengefasst wiedergegeben. Nähere Angaben zu den jeweiligen Personen finden Sie unter oben angeführtem Link sowie im letzten Abschnitt des Artikels. 

Prof. Dr. Franz Ruppert: Politik der „Sorgen und Katastrophenszenarien“

Der Diplom-Psychologe und Psychologische Psychotherapeut bezweifelt, dass es eine Tierart gibt, die ihren Nachwuchs ähnlich schlecht behandelt wie die menschliche Spezies den ihren in der aktuellen Situation. Derzeit werden Kinder in ihren Grundbedürfnissen – Bewegungsdrang, Möglichkeit zu sozialen Kontakten, Lebensfreude – eingeschränkt. Die Kinder spüren überdies, dass etwas nicht stimmt. Das Tragen einer Maske führt dabei nicht nur zu körperlichen Beschwerden wie Übelkeit oder Kopfschmerzen, sondern auch dazu, dass die Kommunikation genommen wird. Das Gesicht des Gegenübers wird nicht mehr gesehen, die Eltern können nicht mehr verstanden werden. „Jedes Kind spürt, dass das falsch ist,“ betont Ruppert. 

Die Maske führt überdies dazu, dass Kinder nicht mehr in Kontakt mit sich selbst und ihrem Körper sind, dass sie von sich dissoziieren. Wird der Druck im Außen zu groß, so Ruppert über das Phänomen des Eskapismus, in der Familie, seitens der Eltern, durch die Erwartungen, flüchtet sich das Kind in die Phantasie. Früher gelang dies durch Bücher, heutzutage werden dazu Internet und Serien herangezogen: „Man ist dann einfach nicht mehr erreichbar.“

Ruppert vermutet bei jenen Kindern, welche in den letzten eineinhalb Jahren so massiv traumatisiert wurden, eines Tages, wenn sie dann selbst Eltern sind, eine unbewusste Reinszenierung – an ihren eigenen Kindern.

Man erzeugt Mitläufer und Handlanger

„Für Kinder ist das Maskentragen ein Akt der Unterwerfung,“ hält der Psychotherapeut fest. Zusätzlich zu jener Unterwerfung, welche in der Schule ohnehin gegeben ist – der Lehrer als bekannte Autorität, welche über gute und schlechte Noten sowie das Wiederholen der Klasse entscheiden kann – wird nun offensichtlich, dass es, pädagogisch verkleidet, auf Befehl und Gehorsam ankommt. Auf Disziplinierung. 

Diejenigen Kinder, welche sich dafür entscheiden, zur Mehrheit zu gehören, um nicht ausgegrenzt zu werden, müssen „das natürlich vor sich rechtfertigen.“ Sie müssen ihre eigene Unterwerfung rechtfertigen, führt Ruppert aus. Jedoch darf der Ärger über den Lehrer, der einen dazu zwingt, sich zu unterwerfen, nicht diesem selbst gegenüber zum Ausdruck gebracht werden. Er wird stattdessen also demjenigen gegenüber gezeigt, der sich nicht unterwirft. „So erzeugt man Mitläufer und Handlanger.“

In Bezug auf das Homeschooling und seine Folgen ortet der Psychologe große Unterschiede. Jene Kinder, die seitens der Eltern und deren Unterstützung ohnehin einen gewissen Vorsprung haben, werden das einigermaßen nutzen können. Die anderen jedoch, die daheim in chaotischen Verhältnissen leben, denen die Schule Struktur und Zuflucht bot, werden nun noch zusätzlich abgehängt. „Die sind jetzt völlig aufgeschmissen,“ erläutert Ruppert und gibt zu bedenken, wie viele Eltern es denn tatsächlich auf lange Sicht schaffen, ihr Kind etwa bei den Hausaufgaben zu unterstützen. 

Verheerende psychische Folgen

Die Kinder werden depressiv. Sie verlieren Lebensfreude, die Suizidraten steigen und die Kinderpsychiatrien sind überfüllt. „Was bietet diese Gesellschaft den Kindern für eine Zukunft?“ fragt Ruppert. 

Distanz, kein Körperkontakt, ist zudem extrem widernatürlich und widerspricht dem, was das Kind will. Dazu kommt, dass Kinder sich starke Eltern wünschen. Sie wünschen sich Eltern als Orientierung. Im Sinne des Konzepts der sicheren Bindung „muss da einer sein, den ich selbst als Kompetenz erlebe. Der sicher ist, der weiß, wie´s geht. Der mir eben hilft, wenn ich als Kind meine Ängste habe,“ schildert der Psychotherapeut. Hat man als Kind Eltern, die „aufgelöst“ sind, die gegebenenfalls selbst noch in den Kinderängsten stecken, ist das furchtbar. 

Im Hinblick auf das Vorgehen der politisch Verantwortlichen legt sich Ruppert klar fest. Diese Politik hat, so konstatiert er, ausser Sorgen und Katastrophenszenarien Kindern nichts zu bieten. 

Prof. Dr. Christian Schubert: Langfristige Schäden durch Angst

Er ist Arzt, Psychologe sowie Psychotherapeut und betont, dass Masken die normale Physiologie des Atmens, des Atemtraktes unterlaufen. Zu viel CO2 führt zu Hyperkapnie; im Blut steigt der Partialdruck von CO2, auch im gesamten Atemtrakt wird der CO2- Anteil zu groß. Dies bewirkt Veränderungen der Entwicklung des Atemtraktes, man muss davon ausgehen, dass Schädigungen stattfinden. Medizinern, die der Ansicht sind, dies könne Kindern zugemutet werden, hält Schubert ein klares Nein! entgegen. Zudem ist aus der Grundlagenforschung bekannt, dass Gestik und Mimik in der Kindheit gelernt werden und aktuell massive Probleme diesbezüglich geschaffen werden. 

Bei den meisten Kindern, so Schubert, muss davon ausgegangen werden, dass der Druck bzw. Gruppendruck „durchgereicht“ wird. Die Eltern bestimmen: Du machst das, was gemacht werden muss, und das ist jetzt wichtig. Das Kind wird dies auch in der Schule dann entsprechend umsetzen – ein anderes Kind, das sich nicht daran hält, wird Probleme bekommen. „Über die Maske kann jetzt autoritär gelebt werden.“

Angst schädigt Immunsystem

Darüber hinaus wird auf der rein biologischen Ebene, über immunologische Veränderungen langfristig Krankheit geschaffen. Der Arzt spricht von einer Sterilisierung des Lebens. „Angst und Panik schafft längerfristig Suppression im Immunsystem. Exakt in jenen Bereichen, die wir eigentlich brauchen, um mit dem SARS-CoV-2 Virus umzugehen.“

Was die Corona-Impfungen anbelangt, sieht Schubert ganz klar die Eltern an erster Stelle verantwortlich. „Wir können über die Haftungsfrage reden, wenn etwas passiert, wenn die Impfung sozusagen eine Nebenwirkung hat und Menschen umbringt. Aber der Punkt ist: Wenn Kinder geimpft werden, dann wirst du das niemals den Eltern von den Schultern nehmen.“

Schubert betont, dass derzeit besonders grausam mit Kindern umgegangen wird. Diese sind kognitiv-emotional noch nicht gereift, verstehen vieles noch nicht. Stattdessen hören sie „Virus“ und sehen Erwachsene in Panik. Daraus resultiert Unsicherheit. Die Kinder bekommen über die Eltern Angst und Panik vermittelt, können jedoch überhaupt nicht verstehen, was los ist. 

Wiederholte Traumatisierung führt zu verkürzter Lebensdauer

Die Literatur dazu, so Schubert, ist klar: Erlebt ein Kind oder Jugendlicher in den ersten 18 Jahren 6 oder mehr adverse gravierende Belastungsbedingungen (z.B. Scheidung der Eltern, Alkoholismus, sozialer Abstieg, Misshandlung, Traumatisierung), resultiert daraus ein Lebenszeitverlust von 20 Jahren. 

Es existiert zwar eine Reihe von Kindern, die aufgrund von sicherer Bindung und stabilen, finanziell privilegierten Familienverhältnissen hinsichtlich der dramatischen Langzeitfolgen der erwähnten Problematiken nicht so gefährdet ist. Diese erleben ihre Eltern als Sicherheitfaktor, als „Sicherheitsmantel“. 

Insgesamt ist es jedoch nicht verwunderlich, so Schubert, dass Kinder und Jugendliche aktuell kurzfristig depressiv werden, Angst-, Zwangs- sowie Essstörungen entwickeln und selbst die Kleinsten Suizidideen haben.

Dr. Michaela Glöckler: „Antipädagogik im Namen der Medizin“

Die Kinderärztin hält fest, dass in der aktuellen Situation Antipädagogik im Namen der Medizin betrieben wird. „Kinder – das wissen wir alle, besonders die Ärzte, bringen die Winter über viele Erkältungen mit ins Haus und in die Praxen.“ Dies deswegen, weil Kinder in der Auseinandersetzung mit Viren und Bakterien ihr Immunsystem entwickeln und aus diesem Grund Infekte kommen und gehen. Schulschließungen werden dadurch nicht gerechtfertigt, denn „das gehört zum Leben,“ so Glöckler. 

Was das Tragen von Masken anbelangt, rät sie unter einem Alter von 11 Jahren entschieden davon ab. Die Kinder sind noch nicht in der Lage, korrekt mit der Maske umzugehen, die Hygiene wird noch nicht ausreichend beherrscht und die Sauerstoffversorgung bzw. Totraumvergrößerung spielt eine entscheidende Rolle, sodass die Schäden den Nutzen bei weitem überwiegen. 

Zudem werden die Kinder über die täglich sichtbare Maske ständig darauf aufmerksam gemacht, dass sie andere gefährden bzw. von anderen gefährdet werden können und sie aufpassen müssen. Ihnen wird eingeimpft, dass sie in eine gefährliche Welt kommen, wodurch der kommenden Generation ein kollektives Trauma mit auf den Weg gegeben wird. Dieses „wirkt umso tiefgreifender, je jünger die Kinder sind.“

Maskenfreie Schulen und Präsenzunterricht

Glöckler plädiert dafür, die Schulen maskenfrei zu halten. Die Kinder sollen an ihrem Platz in der Klasse die Masken ablegen dürfen. Das Kind oder der Pädagoge, der einen besonderen Schutz benötigt, soll die Maske im unmittelbaren Kontakt mit anderen dann situativ aufsetzen und dies auf eine sportliche Art und Weise kommunizieren: „Das hat einen anderen Charakter als dass man für oder gegen die Maske ist.“

Darüber hinaus setzt sich die Kinderärztin für Präsenzunterricht ein. Dieser ist jedoch ohne „die ständige Angst“ abzuhalten. Ihr Rat: Wenn Symptome vorhanden sind, wird daheim getestet. Ansonsten ist ein normaler Umgang mit normalen Lebensrisiken angezeigt. 

Verlorene Generation

Bei privilegierten Kindern aus gutbürgerlichen, mittelständischen Familien werden, so die Ärztin, die Bildungsdefizite nicht besonders dramatisch ausfallen. Bei der Mehrheit der Kinder und Jugendlichen jedoch, die diese guten Verhältnisse nicht haben, sprechen manche Fachleute bereits von einer verlorenen Generation. Bildschirm – und Computersucht haben deutlich zugenommen. Wenn so viel anderes verboten ist, ist der Bildschirm der einzige Ausweg: „Das setzt schon gewaltige Schäden und auch eine Disposition zur Abhängigkeit.“

Die Mehrheit, erläutert die Expertin, sind jene Kinder, die in beengten Verhältnissen leben. Dort haben auch Gewalt, Schimpfen und Übergriffe zugenommen. Die Kinder können nicht entfliehen, zudem bestehen Kontaktverbot, Besuchsverbot und Abstandsregeln. „Das ist ein Blick in ein solches Kinderelend, dass einem nur das Herz blutet,“ berichtet sie. 

Distanz schadet Kindern

„Was die Distanz mit den Kindern macht, ist katastrophal.“

Normalerweise praktizieren Kinder vom Kindergarten an das Gegenteil. Sie fassen sich an, balgen sich, haben viel Spass miteinander. Sie spielen und geben sich Sachen. „Das ganz normale Kinder-und Jugendverhalten ist ganzkörper-und bewegungsorientiert.“ All das wurde jetzt gestoppt – mit extremen neurophysiologischen Folgen, wie Glöckler festhält.

Angst, Stress, Panik und Misstrauen sind Gefühle, die, wenn sie länger anhalten, einen negativen Einfluss auf das Immunsystem haben. Sie sind nicht nur seelisch belastend, sondern wirken destabilisierend auf das Immunsystem. Glöckler plädiert deswegen dafür, die Menschen, die man weltweit in Angst und Schrecken versetzt hat, wieder aus dieser Situation zu holen. Die Impfung ist dabei nicht der einzige Ausweg. Es ist nun an der Zeit, jene Studien, Zahlen und Lebenserfahrungen zu kommunizieren, die Mut machen und Sicherheit geben.

Wenn Eltern sehr ängstlich sind, führt die Ärztin aus, überträgt sich das natürlich auf die Kinder. Eltern sind die nächsten Bezugspersonen. Je nach Lebensalter, vor allem in der Vorschulzeit, ahmen Kinder auch Stimmungen nach, generell bekommen sie feinste Emotionen mit. 

Langfristige Schäden durch Angsttraumata

„Wer ein Angsttrauma hat, muss lernen, die Angst loszuwerden,“ so Glöckler. Wird jedoch damit fortgefahren, die Kinder ständig mit der Angst vor Risiken und mit Sicherheitsmaßnahmen zu konfrontieren, werden sie weiter geschädigt. Bei Kindern prägen sich solche Erfahrungen tief in die Konstitution ein und bleiben dann für das Leben erhalten. Kinder sind im Gegensatz zu Erwachsenen nicht in der Lage, derartige Eindrücke kognitiv abzufangen und zu verarbeiten. 

Für Glöckler steht fest: Wir müssen vom Krisenmanagement Abstand nehmen und zu einem risikostratifizierten Handeln übergehen. Das Handeln ist dabei an den realen Risiken auszurichten: „Die Schutzwürdigen schützen. Und den 97%, die nicht gefährdet sind und die bis jetzt gesund geblieben sind, die Rückkehr in die Normalität erlauben.“

Prof. Dr. Christian Kreiß: Staatsschulden so hoch wie nie

Der Experte für Volkswirtschaftslehre und Wirtschaftsgeschichte macht darauf aufmerksam, dass die Staatsschulden, gemessen an der Wirtschaftskraft, derzeit höher als nach dem Zweiten Weltkrieg und so hoch wie nie zuvor in der Geschichte sind. Sollte künftig ein Weg beschritten werden, der weder eine größere Inflation, noch einen großen Crash verursachen wird, ist mit Steuererhöhungen und auch erheblichen Steuerlasten, die auf künftige Generationen umgelenkt werden, zu rechnen. Er appelliert deswegen an die Politiker, den Fokus nicht nur auf das Virus, die Krankheit und die Toten, welche ganz überwiegend alt und schwer vorerkrankt gewesen sind, zu richten, sondern stattdessen verstärkt an die Kinder und die Jugend zu denken. Denn diese sind unsere Zukunft.

Dr. Steffen Rabe: Kinder sind keine Pandemietreiber

Der Facharzt für Kinder-und Jugendmedizin hält entschieden fest, dass Kinder definitiv keine Pandemietreiber sind. Dies wird mittlerweile sogar in den wenigen Forschungsarbeiten ersichtlich, welche das RKI in dieser Zeit erstellt hat. Das Übertragungsrisiko von Kind zu Kind sowie von Kind zu Lehrer bzw. Erzieher ist minimal und vernachlässigbar. 

Kein wissenschaftlicher Wirkungsnachweis von Masken

Die Covid-19-Erkrankung hat für die ganz überwiegende Mehrheit keinerlei Bedeutung. Ihre Bedeutung ist nur sozial, weil die Massnahmen schweres Leid verursachen: „Es gibt nicht eine einzige wissenschaftlich hochwertige und belastbare Studie, die bewiesen hätte, dass das Tragen von Masken durch Kinder und Jugendliche tatsächlich zu einem relevanten Rückgang der Ansteckungsfälle führt.“ Hingegen ist es eine Katastrophe, was den Kindern durch Masken angetan wird. Was FFP2-Masken anbelangt, so bestehen Vorschriften für Arbeitnehmer aufgrund der durch das Tragen entstehenden Belastung. Lange Pausen zwischen kurzen Tragezeiten sind aus Gründen des Arbeitsschutzes vorgeschrieben. „Diese Regelungen vermissen wir im Schulbereich vollständig,“ konstatiert Rabe. 

Emotionale und psychische Katastrophe

Darüber hinaus sind Masken für Kinder vor allem eine emotionale und psychische Katastrophe. Kinder brauchen Gesichter, Kinder lernen von Gesichtern, Kinder benötigen die Rückversicherung bei Äußerungen nicht nur über die Augen, sondern auch über die Mimik. Kinder verstehen Sprache anders, weswegen die Rückversicherung, wie etwas gemeint ist, erforderlich ist. Sie müssen dem Gegenüber ins Gesicht schauen können. 

„Wir nehmen den Kindern diese Möglichkeit seit vielen Monaten. Ich mag mir als Kinder- und Jugendarzt gar vorstellen, was das für die psycho-emotionale Entwicklung dieser Generation bedeutet, dass die so aufwachsen müssen in der zwischenmenschlichen Interaktion und Kommunikation,“ so Rabe. 

Sobald der Unterricht zu Ende ist, sind überdies die selben Kinder, die vorhin noch Maske getragen haben, ohne Maske auf dem Heimweg zusammen. Sie nehmen sich in den Arm, balgen, raufen, … Jeder auch nur vorstellbare – nicht nachgewiesene – Nutzen der Maske, betont der Arzt, wird dadurch sofort ad absurdum geführt. 

Auch Jugendliche nehmen Schaden

Aber nicht nur kleine Kinder, sondern auch Jugendliche werden schwerst beeinträchtigt. Sie suchen in der Pubertät Kontakt zu Gleichaltrigen und zu Gruppen von Gleichaltrigen. Der zwischenmenschliche, enge, auch körperliche Kontakt ist dabei zentral. Dieser wird ihnen nun genommen und ersetzt durch stundenlangen Medienkonsum, ein unangemessenes Nahrungsmittelangebot vor diesen Medien und zu wenig Bewegung. „Sie verarmen in so vielfältiger Hinsicht, dass es mich als Kinder- und Jugendarzt schüttelt, wenn ich daran denke.“ 

Rabe macht darauf aufmerksam, dass die WHO, die Unicef sowie die Berufsverbände aller Kinder-und Jugendärzte seit Beginn der Pandemie fordern, Kindergärten und Schulen geöffnet zu halten – eben weil Kinder und Jugendliche bei der Verbreitung der Pandemie keine Rolle spielen: „Es macht keinen Sinn, die zu schließen. Wir tun damit niemandem einen Gefallen und wir richten furchtbaren Schaden an Kinderseelen und Jugendlichen an.“

Abgesehen von den schweren sozialen und seelischen Schäden, die Kindern und Jugendlichen durch die Massnahmen zugefügt werden, wird auch ihrem Immunsystem die Möglichkeit genommen, in einem normalen Umfeld zu reifen. „Die normalen Feld-, Wald- und Wieseninfekte, die so wichtig sind für die Reifung eines gesunden Immunsystems bei Kindern“, so Rabe, „finden fast nicht mehr statt.“

Kinderimpfungen sind unkalkulierbares Risiko

Im Hinblick auf die Impfung gegen COVID-19 hält der Kinderarzt ganz entschieden fest: „Wir brauchen keine Covid-Impfung für Kinder und Jugendliche.“ Weder sie selbst, noch die Gesellschaft benötigt diese. Eine Impfung wäre vielmehr ein Wechsel auf eine sehr ungewisse Zukunft. Ein Jugendlicher würde mit einer Impfung einen minimalen persönlichen Nutzen durch ein zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch unkalkulierbares Risiko ersetzen.  

„Wir brauchen keine flächendeckenden Impfungen gegen Covid-19 bei Kindern und Jugendlichen.“

Hingegen sind Kinder Gruppenwesen und benötigen schon sehr früh soziale Kontakte zu Gleichaltrigen, um dort auch außerhalb der Familie wachsen, reifen, sich entwickeln zu können. Die aktuellen, von Erwachsenen erstellten Regeln gehen Lichtjahre an den Bedürfnissen der Kinder vorbei, betont der Arzt. 

Seelische Schäden noch nicht abschätzbar

Die seelischen Schäden durch die Massnahmen an Kindern und Jugendlichen sind dabei noch gar nicht abschätzbar. Noch nie gab es so viele Kinder mit Schlafstörungen, Angststörungen, Depressionen, somatoformen Kopf-und Bauchschmerzen wie in dieses Monaten. Die Kinderpsychiatrien sind mittlerweile diejenigen, die zur Triage gezwungen sind. Nicht die Intensivstationen, hält der Arzt fest. 

Dass Kinder in einer Umgebung aufwachsen, in der das Gegenüber eine Bedrohung darstellt – laut Rabe ist noch nicht abschätzbar, was das bedeutet. 

Sie können jedenfalls daran zerbrechen, in einer Umwelt zu leben, die ihnen vermittelt, dass sie selbst eine Bedrohung darstellen. „Das ist eine fürchterliche Botschaft.“ Politiker, die Kindern einreden, so der Arzt, dass sie ohne Maske ihre Großeltern umbringen würden, verursachen Schäden, deren Auswirkungen  er sich gar nicht vorstellen will. 

Diejenigen wie der Verband der Kinderärzte oder die Unicef, so Rabe, welche die Rechte der Kinder und Jugendlichen vertreten, werden seitens der politisch Verantwortlichen nicht gehört, sondern ignoriert. Der Arzt schließt mit dem Wunsch, dass gerade solche wissenschaftlichen Erkenntnisse, welche die Harmlosigkeit von Kindern und Jugendlichen im Hinblick auf das Pandemiegeschehen mit viel Evidenz belegen, politisch Gehör finden müssen. Die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen, fordert er, müssen in viel stärkerem Ausmaß berücksichtigt werden. 

Leonard Heffels: Verlust von Freude und Gemeinschaftsgefühl

Der Lehrer und Schriftsteller schildert, dass die allermeisten Kinder unter den Masken leiden. Ein Aspekt, der ihn jedoch besonders beunruhigt, ist jener, dass sich die Schüler auch ein Stück weit gegenseitig zum Maskentragen nötigen. Der Gruppenzwang verhindert, so Heffels, dass jene, die die Maske gerne absetzen würden, sich das auch trauen. 

Kinder verlieren Strukturen

Der Distanzunterricht bewirkt, dass Heffels immer weniger von seinen Schülern mitbekommt. Hinzu kommt, dass die ansonsten übliche Verbindlichkeit – man muss morgens aufstehen, frühstückt, fährt in die Schule, trifft sich mit mit Mitschülern und ist rechtzeitig im Unterricht – verloren geht. Die Eltern, stellt Heffels fest, sind inzwischen ratlos und am Anschlag, auch im eigenen beruflichen Kontext. Sie sind nicht mehr in der Lage, sich entsprechend um ihre Kinder zu kümmern und sie zu motivieren. Dies macht sich inzwischen auch an den Kindern bemerkbar, die größere Schwierigkeiten haben, eine Struktur aufrecht zu erhalten. 

All jene Dinge, welche die Gemeinschaft fördern – Singen, Theaterspielen, uvm., die Spass und Freude bereiten und auch neue Kräfte wecken, Lust am Lernen machen, sind verloren gegangen. Dass ihm als Lehrer dabei die Hände gebunden sind, ist sehr belastend für ihn, erzählt Heffels. 

Hans-Christian Prestien: Gefährdung von Kindern verstößt gegen Strafrecht

Für den Familienrichter wird die Angelegenheit dort bedenklich, wo sich „diese Kommandos von oben“ nicht mehr an den Grundlagen des Rechts orientieren. Mit Verweis auf internationale Konventionen führt er aus, dass wir alle sowohl das Recht, als auch die Pflicht haben, nach Möglichkeit unsere Potentiale frei zu entfalten. Darüber hinaus ist niemand berechtigt, einen anderen Menschen vorsätzlich oder fahrlässig zu schädigen – weder körperlich, noch psychisch. 

Weder von der Verfassung, noch von den internationalen Konventionen her kann es angehen, so Prestien, dass Kinder in ihrer Entwicklung derartig eingeschränkt werden, wie das aktuell der Fall ist. Dass sie derart traumatisiert und behindert werden und sie auch erhebliche körperliche Konsequenzen negativer Art davontragen. Das ist nicht zulässig, betont der Familienrichter.

Gesundheitsschädigung von Kindern steht unter Strafe

Er zitiert eine entsprechende Vorschrift aus dem Strafrecht: „Wer eine Person unter 18 Jahren quält oder roh misshandelt, oder wer durch böswilige Vernachlässigung seiner Pflicht, für sie zu sorgen, sie an der Gesundheit schädigt, wird mit einer Freiheitsstrafe von 6 Monaten bis zu 10 Jahren bestraft. Auf Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr ist zu erkennen, wenn der Täter die schutzbefohlene Person durch die Tat in die Gefahr des Todes oder einer schweren Gesundheitsschädigung oder, zweitens, einer erheblichen Schädigung der körperlichen oder seelischen Entwicklung bringt.“

Dieses Strafrecht, hält der Richter fest, hat jeder zu beachten, der Kinder in seiner Obhut hat. Abgesehen von den Eltern also auch Lehrer, Betreuer, Krankenpfleger, etc.

Familienrichter müssen aktiv werden

Ein Familienrichter, schildert Prestien, ist von Amts wegen verpflichtet, von sich aus aktiv zu werden, wann immer er Kenntnis von einer konkreten Gefahr für Kinder erlangt. Er ist angehalten, den Sachverhalt von sich aus aufzuklären. 

Mit Verweis auf das internationale Anti-Folter-Abkommen, das bedeutet, dass Deutschland jeden unter Strafe zu stellen hat, der Kinder quält oder roh misshandelt, lässt der Richter keinen Zweifel daran, dass die aktuelle Situation geeignet ist, Kinder dauerhaft zu schädigen. Die dauerhafte Bedürfnisunterdrückung bewirkt, dass sie zu angepassten, willfährigen Menschen werden, die nicht mehr sie selbst sind, sondern die nur mehr darauf achten, was sie tun oder nicht tun dürfen. 

Diese Entwicklung ist vom Funktionsträger Familiengericht nicht nur wahrzunehmen, sondern darüber hinaus auch eine solche, wo „das Kind aktuell möglichst schnell aus dem Feuer geholt werden muss“, betont Prestien. 

Anhang: Die Experten im Film

Dr. med. Michaela Glöckler: 

Kinderärztin. Von 1988 bis 2016 Leitung an der Medizinischen Sektion am Goetheanum/Schweiz, Mitbegründerin der Alliance For Childhood und der Europäischen Allianz von Initiativen angewandter Anthrosophie / ELIANT. Internationale Vortrags- und Seminartätigkeit, zahlreiche Publikationen. 

Dr, med. Steffen Rabe:

Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin in München und Sprecher des Vorstandes „Ärzte für individuelle Impfentscheidung e.V.“

Prof. Dr. med. rer. nat. M. Sc. Christian Schubert:

Arzt, Psychologe, Psychotherapeut. Leiter des Labors für Psychoneuroimmunologie an der Klinik für Medizinische Psychologie der Medizinischen Universität Innsbruck. Leiter der Arbeitsgruppe „Psychoneuroimmunologie“ des Deutschen Kollegiums für Psychosomatische Medizin (DKPM). Vorstandsmitglied der Thure von Uexküll-Akademie für Integrierte Medizin (AIM). 

Arbeitsschwerpunkte: Entwicklung eines integrativen Ansatzes zur Erforschung psychosomatischer Komplexität, kombinierter Einsatz von qualitativen Methoden und Zeitreihenanalysen in der Psychoneuroimmunologie; Medizinphilosophie; Systemtheorie; Psychodynamische Psychotherapie. 

Prof. Dr. Franz Ruppert:

Diplom-Psychologe, Psychologischer Psychotherapeut, ist Professor an der Katholischen Stiftungshochschule München und in eigener Praxis tätig. Seit 1994 führt er in Deutschland und im europäischen Ausland Workshops durch zu der von ihm entwickelten Methode „Aufstellung des Anliegens“. Er ist spezialisiert auf die psychotherapeutische Arbeit mit schweren psychischen Erkrankungen wie Depressionen, Ängsten, Borderline-Persönlichkeitsstörungen, Psychosen und Schizophrenien. Dazu kommen zahlreiche Veröffentlichungen zu den Themen Symbiosetrauma und Aufstellungsarbeit. 

Hans-Christian Prestien:

Ab 1977 Familienrichter „der ersten Stunde“. Bis 2009 sammelte er als Familien- und Jugendrichter, Rechtsanwalt und nach der Wende erneut als Familienrichter Erfahrungen im Umgang mit Kindern, Jugendlichen und ihren Familien, die in persönliche oder familiäre Notlagen geraten waren. Als vorlegender Richter Richter und Sachverständiger für den Deutschen Kinderschutzbund war Hans-Christian Prestien maßgeblich an der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur fortdauernden gemeinsamen Sorge nach Scheidung der Eltern beteiligt. Im Interesse einer psychologisch und pädagogisch an den jeweiligen Kinderbedürfnissen ausgerichteten Arbeitsweise der MitarbeiterInnen in Justiz und Jugendämtern hat Hans-Christian Prestien bereits in den frühen achtziger Jahren als Vorstandsmitglied des Deutschen Kinderschutzbundes eine interdisziplinäre, unabhängige „Anwaltschaft des Kindes“ konzipiert. Zu deren Realisierung ist er seit 1983 an vielfältigen Fachtagungen und Weiterbildungen beteiligt. 

Zur Situation des Kindschaftsrechts hat er mehrere Beiträge veröffentlicht, u.a. in der Festschrift für Rudolph: „Verändertes Denken – zum Wohle der Kinder“, Nomos Vlg 2009, und in „Scheiden tut weh“ von A. Karger und M. Franz, V & R Verlag 2013. 

Seit seiner Pensionierung bietet er zusammen mit seiner Frau Seminare zur Qualifizierung von Verfahrensbeiständen und anderen Professionen des Kindschaftsrechts an. Auch bietet er allen von Beziehungsbrüchen betroffenen Erwachsenen die Möglichkeit zur Beratung und Unterstützung an auf dem Weg zum Frieden. 

Prof. Dr. Christian Kreiß:

Studium und Promotion in Volkswirtschaftslehre und Wirtschaftsgeschichte an der LMU München. Neun Jahre Berufstätigkeit als Bankier, davon sieben Jahre als Investment Banker. Seit 2002 Professor an der Hochschule Aalen für Finanzierung und Volkswirtschaftslehre. 

Autor von sieben Büchern: Gekaufte Wissenschaft (2020). Das Mephisto Prinzip in unserer Wirtschaft (2019); BWL Blenden Wuchern Lamentieren (2019, zusammen mit Heinz Siebenbrock); Werbung nein danke (2016); gekaufte Forschung (2015); Geplanter Verschleiß (2014); Profitwahn (2013).

Drei Einladungen in den Deutschen Bundestag als unabhängiger Experte (Grüne, Linke, SPD), Gewerkschaftsmitglied bei ver.di

Zahlreiche Fernseh-, Rundfunk- und Zeitschrifteninterviews, öffentliche Vorträge und Veröffentlichungen. 

Leonard Heffels:

Lehrer und Schriftsteller, studierte Kunst in Maastricht und Pädagogik in Amsterdam. In seinem literarischen Werk setzt er sich immer wieder mit biblischen Themen auseinander. Dabei bewegt er sich im Grenzbereich zwischen Lyrik und Prosa, so zum Beispiel in „Wer mit Gott geht… „ und „Volkes König“. Auch seine Novelle „Marthas Geschick“ ist geprägt von einem lyrischen Sprachstil, der eine große athmosphärische Dichte schafft. Zugleich wirft er ein neues Licht auf die Protagonisten, die einfühlsam und tiefsinnig dargestellt werden. Bei TWENTYSIX erschienen ferner der historische Roman „Daniels Vermächtnis“, „Dinahs Ehre“ und der unkonventionelle Glaubensroman „Sieben“. Unter dem Pseudonym Norodal Feh Fehsl veröffentlichte er den zweiteiligen Roman „Die Vorbotin“. 

Der Filmemacher

Jens-Tibor Homm:

Er ist Kameramann und Filmemacher. Seine Leidenschaft ist es, Menschen zu beobachten. Mit 13 Jahren begann seine Filmbegeisterung. Er produzierte etliche Kurzfilme, darunter den Film „Ein Schwarz Weiss Film“, der zahlreiche Preise auf nationalen und internationalen Filmfestivals gewann. Seine Faszination von Menschen und deren Geschichten war der Entschluss in Richtung Dokumentarfilm zu gehen. 2010 produzierte er gleich zwei Dokumentarfilme. Inzwischen arbeitet er als Regie-Kameramann im Dokumentarfilm. 

Quellen / Links:
https://gesichtzeigen.digital/brandneu/corona-kinder–kindheit-in-der-pandemie-film-warnt-vor-folgen-der-corona-massnahmen/

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